Das Leben ist ein Wunder – Der Film

Das Leben ist ein Wunder

„Das Leben ist ein Wunder“ ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2004. Regie führte der Bosnier Emir Kusturica, der mit „Underground“ aus dem Jahr 1995 internationale Anerkennung fand. Die Produktionsländer von „Das Leben ist ein Wunder“ sind Frankreich, Montenegro und Serbien. Der Streifen ist Komödie, Drama, Antikriegsfilm und Liebesromanze gleichermaßen. „Das Leben ist ein Wunder“ erhielt darüber hinaus zahlreiche Auszeichnungen bei renommierten Filmfestspielen unterschiedlicher Länder.

poster_lg01 Unbeeindruckt vom Balkankrieg geht Luka zielstrebig seiner Arbeit als Ingenieur nach

Der Film „Das Leben ist ein Wunder“ erzählt eine Episode aus dem Leben von Luka ?uri? (Slavko timac), seiner Frau Jadranka (Vesna Trivali?) und ihrem gemeinsamen Sohn Milo (Vuk Kosti?). Luka ist vor dem Balkankrieg ein erfolgreicher serbischer Ingenieur, der 1992 den Auftrag erhält, in einem abseits, aber landschaftlich sehr reizvoll gelegenen Dorf bei Viegrad eine Eisenbahnlinie neu aufzubauen, um sie für den immer stärker werdenden Tourismus in Jugoslawien zu erschließen. Seine Frau hingegen ist eine ausgebildete Opernsängerin, der der Erfolg bislang jedoch verwehrt blieb. Sein Sohn wiederum träumt von einer großen Karriere als Profi im Fußball. So weit scheint das Leben also in Ordnung zu sein für Luka. Allerdings trennt sich seine Frau Jadranka plötzlich von ihm – wegen eines ungarischen Musikers, der ihr eine großartige Karriere verspricht. Kurze Zeit später bricht dann auch noch der Krieg in Bosnien aus.

Wenn der Krieg zwischen Liebende kommt

Doch davon will Lika zunächst nichts wissen und baut unverdrossen an seiner Bahnlinie weiter. Selbst als Milo zum Militärdienst einberufen wird, steckt er seine Ambitionen immer noch gänzlich in das Eisenbahnprojekt. Doch schon bald erreicht der Krieg auch Luka. Ihm wird die junge moslemische Sabaha (Nataa Solak) als Gefangene zugeteilt und er soll sie bewachen. Im Lauf der Zeit verliebt er sich in die attraktive Gefangene, denn für ihn spielen die ethnischen Probleme, die den Balkankrieg letztendlich ausgelöst haben, keine Rolle. Eines Tages erreicht ihn dann die Nachricht, dass Milo in Gefangenschaft geraten ist. Natürlich will er seinem Sohn helfen, doch die gegnerische Seite fordert ihn dafür auf, im Gegenzug die moslemische Sabaha freizulassen. Nun gerät Luka zwischen die Stühle, denn er will natürlich seinem Sohn helfen und ihn aus der Gefangenschaft befreien. Andererseits würde der Austausch von Sabaha gegen seinen Sohn bedeuten, dass er seine neue Liebe vielleicht nie mehr wiedersehen könnte. Für Luka offenbart sich eine nahezu aussichtslose Situation.

Preisgekrönte Komödie, Drama sowie Liebes- und Antikriegsfilm

Grundsätzlich hat Emir Kusturica „Das Leben ist ein Wunder“ als eine Komödie ausgelegt. Dennoch schafft der Regisseur den Spagat, die Sinnlosigkeit des Krieges auf eine durchaus ernste Weise zu erfassen und den Zuschauer von dem dahinter stehendem Irrsinn zu überzeugen. Darin eingebettet verbirgt sich die mit viel Witz und Lebensfreude erzählte Geschichte der Protagonisten. So ist es auch nicht verwunderlich, dass „Das Leben ist ein Wunder“ mehrfach ausgezeichnet wurde, darunter unter anderem auf den weltbekannten Internationalen Filmfestspielen im, französischen Cannes. Für den Film wurde extra ein Küstendorf erschaffen, außerdem auch ein Bahnhof aufgebaut. Das als Kulisse errichtete Dorf ist heute der alljährliche Austragungsort des ebenfalls von Kusturica initiierten und 2008 ins Leben gerufenen Filmfestes „Internacionalni Festival Filma Kustendorf“. Selbst die Bahnstrecke an dem extra gebauten Bahnhof weist Parallelen zum Film auf: die Bahnstrecke arganska Osmica wurde tatsächlich aus touristischen Gründen neu aufgebaut und der Bahnhof dient als Haltestation für Touristen.